Stephan Fehringer | Dive Instructor | Übung der Höhlenrettung Österreich
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Übung der Höhlenrettung Österreich

Übung der Höhlenrettung Österreich

Die Höhlenrettung bereitet sich vor.

Auf Einladung der Höhlenrettung Steiermark hatten Stephan und ich die Möglichkeit an einer 2 tägigen Höhlenrettungsübung bei der Koppenbrüllerhöhle teil zu nehmen.

Der Wettergott meinte es wieder einmal sehr gut mit uns. Angekommen, bei strahlendem Sonnenschein, stellten wir uns erstmal den uns noch unbekannten Höhlenrettern vor und tatsächlich waren auch einige bekannte Gesichter unter den Teilnehmern, danach ging’s ab zum Klettergarten der sich ganz in der Nähe befindet. Dort angekommen ging es gleich los.

Da Lukas, Stephan und Ich noch keine vollständige Höhlenausrüstung besitzen wurden die Übungen mit Leihgerät durchgeführt. Da wir mit dem Umgang der Ausrüstung nicht vertraut waren ging es mit Basics los. Dank unserer extremen Lernfähigkeit erzielten wir enorme Fortschritte. 😉  Für die Geduld möchte ich mich noch einmal besonders beim Markus bedanken.

Nach getaner Arbeit ging’s ab (hinauf) zur Höhle, wo der der Koppen gewaltig brüllte, was an der Schneeschmelze zum einen und am nächtlichen Regen zum anderen lag, die Situation sollte sich bis zum nächsten Morgen aber wieder beruhigen.

Endlich ging’s zum Quartier wo wir ein wohlverdientes kühles Blondes genossen. Danach wurde ein Fresstempel aufgesucht und noch das eine oder andere Bier bei interessanten Diskussionen gekippt. Dabei wären wir um ein Haar zu spät ins Bettchen gekommen *gg*

Auch am nächsten Morgen hatten wir traumhaftes Wetter. Bei einem äußerst amüsanten Frühstück (Dank einiger Urgesteine der Höhlenforschung) stimmten wir uns auf das bevorstehende Ereignis ein. Beim Parkplatz der Höhle angekommen hieß es erstmal ordentlich schleppen, was den Kreislauf ordentlich in Schwung brachte. Oben angekommen wurde die Ausrüstung zusammengebaut, wobei sich ein Defekt an der 1. Stufe meines Backupreglers herausstellte. Gott sei Dank hatte ich noch einen Stageregler mit. (Leider noch im Auto). Nach kurzem Sprit war der Regler vor Ort und kurz danach entsprechend umgebaut und wir machten ein Breeving, in dem zusätzlich auf die unterschiedlichen Konfigurationen der einzelnen Ausrüstung eingegangen wurde. Leider fielen 2 Taucher aus gesundheitlichen Problemen aus, daher wurden 2 Teams gebildet und Markus überwachte das Ganze „fliegend“ im Hintergrund. Stephan, Lukas und Ich tauchten im 3 er Team. Ich hatte die Ehre die Leine zu verlegen. Die Sicht betrug so um die 8m. Nach ca. 70m Tauchstrecke auf max. 7m Tiefe mit teils erheblicher Strömung erreichten wir den verschäumten Endpunkt am Wasserfall. Es wurde wie besprochen zu einem Seitengang getaucht, ein „Jump“ gesetzt und auch dieser ausgeleint. In diesem Abschnitt verschlechterte feines Sediment die Sicht gegen Null. Nun tauchten wir also im silt out wie vereinbart zum Anfangspunkt retour.

Jetzt standen noch einige Übungen an: Diverse Lichtausfall-Szenarios, touch contact oder tauchen ohne Maske, was nebenbei bemerkt bei ca. 5° Wassertemperatur besonders erfrischend wirkt. Nach Absolvierung der Übungen demontierten wir die zuvor verlegten Leinen und verließen breit grinsend das Wasser, was einige (vo

r allem die, die nicht ins Wasser konnten) überhaupt nicht nachvollziehen konnten… Nach dem Abstieg mit der Ausrüstung erfolgte die Nachbesprechung beim Essen.

Zusammengefasst verbrachten wir ein sehr interessantes und lehrreiches Wochenende.

Abschließend möchte Ich mich noch bei der steiermärkischen Höhlenrettung herzlich bedanken, welche uns die Teilnahme ermöglichte und sich als äußerst großzügig erwies.

Im diesem Sinne Gut Luft und Glück tief.

Ein Bericht von Bernhard Kamleitner.

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